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Skinny is back – Wie extremes Dünnsein wieder zum Ideal wird
Extreme Schlankheit als weibliches Körperideal ist zurück. Unter dem Schlagwort „skinny is back“ diskutieren Menschen auf Social Media eine Entwicklung, die an die frühen 2000er erinnert. Der generelle Trend spiegelt sich auch in der Offline-Statistik wider – sie zeigt, dass seit der Pandemie die Zahl der an Essstörungen erkrankten Jugendlichen in Österreich stark zugenommen hat. Was bleibt von der Body Positivity der 2010er-Jahre? |
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Wenn Selbstbestimmung zum Totschlagargument wird
Die Body-Positivity-Bewegung entstand als Gegenentwurf zu einseitigen Schönheitsidealen. Ziel war es, Körper in ihrer Vielfalt sichtbar zu machen und Diskriminierung – etwa aufgrund von Gewicht, Behinderung oder Hautfarbe – zu thematisieren. Mit der Zeit entwickelte sich daraus die Idee der Body Neutrality: Der Körper sollte nicht mehr ständig bewertet werden – weder positiv noch negativ. Beide Ansätze hatten eine klare gesellschaftspolitische Dimension: Sie wollten strukturelle Normen hinterfragen und Druck reduzieren.
Aktuell zeigt sich jedoch eine Verschiebung in der Art, wie diese Ideen aufgegriffen werden. Angelehnt an „My body, my choice“, ein Spruch, der aus der amerikanischen Pro-Choice-Bewegung stammt, lautet auch in Bezug auf extreme Schlankheit ein häufiges Argument online: „Rede nicht über weibliche Körper – es ist allein ihre Entscheidung.“ Was auf den ersten Blick nach feministischer Selbstbestimmung klingt, wird zunehmend als Totschlagargument verwendet, um essgestörte Verhaltensweisen zu normalisieren und dahinterliegende problematische Normen und strukturellen Druck auszublenden. Auch wenn der Trend an einzelnen Celebrities festgemacht wird, werden „Selbstbestimmung“ bzw. der „Schutz vor Hasskommentaren“ vorgeschoben und ein Sprechen über das strukturelle Phänomen somit tabuisiert.
„Nothing tastes as good as skinny feels“, der berühmte Ausspruch von Kate Moss, macht jetzt auf Social Media wieder die Runde. Individuelle Entscheidungen und Erfahrungen (z. B. Diäten, extreme sportliche Verausgabung, Schönheitsoperationen und Medikamente zur Gewichtsreduktion) werden von strukturellen Einflüssen (Schönheitsideale, Vergleichsdynamiken, ökonomische Interessen) losgelöst dargestellt. |
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„Skinny“ trifft „clean girl“
Extreme Schlankheit als weibliches Körperideal ist auf Social Media allgegenwärtig:
Prominente, die plötzlich deutlich Gewicht verlieren
Influencer*innen, die ihre Routinen verändern und z. B. Essen einschränken
Runways und Kampagnen, in denen wieder vermehrt sehr dünne Körper dominieren
Doch „Skinny is back“ ist kein isolierter Trend, sondern Teil einer größeren Entwicklung in der digitalen Jugendkultur. Trends, wie das chaotische und absurde „girl dinner“, werden von Schlankheitscontent vereinnahmt und zu einer Zurschaustellung von Kontrolle und Disziplin.
Unter Hashtags wie „SkinnyTok“ oder „skinnymotivation“ sowie Formaten wie „What I eat in a day“-Videos werden Essverhalten und Körperideale stark inszeniert. Die Abgrenzung zur „thinspiration“ oder „Pro-Ana“-Content (Pro-Anorexie-Content) verschwimmt. |
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Häufig sind diese Inhalte mit dominanten Ästhetiken wie dem „clean girl“-Ideal verknüpft: Schlankheit erscheint dabei als Ausdruck von Gesundheit, Disziplin und einem scheinbar mühelosen, „aufgeräumten“ Lebensstil. Gleichzeitig hat die Ästhetik eine ökonomische Dimension, es wird ein subtiler Luxus-Code transportiert – etwa durch hochwertige Lebensmittel und teure Sport- und Spa-Angebote – wobei Schlankheit zum ultimativen Ausdruck von Selbstwertschätzung und Selbstbestimmung inszeniert wird. Frauen*, die dem Ideal nicht entsprechen, werden bereits bekannte Stereotype von Faulheit und einer ungesunden Lebensweise zugeschrieben. Dazu kommt, dass Abnehm-Medikamente wie Ozempic die Wahrnehmung verschieben, was als „machbar“ gilt. |
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Plattformlogik und Filterblase
Ein zentraler Faktor ist auch die Funktionsweise der Plattformen selbst: Wer einmal mit solchen Inhalten interagiert, bekommt oft immer mehr davon ausgespielt. Ausgehend von harmlosen Koch- oder Beauty-Content entsteht schnell eine Social-Media-Blase, gefüllt mit Schlankheits-Content. Alternative Perspektiven verschwinden aus dem Feed.
Gleichzeitig bestehen weiterhin Gegenbewegungen, die andere Körperbilder sichtbar machen. Sport-Influencer*innen wie die amerikanische Rugby-Spielerin Ilona Maher stehen für ein diverses Frauenbild, das Stärke, Leistungsfähigkeit und Selbstbewusstsein in den Vordergrund rückt. Auch österreichische Influencer*innen und Künstler*innen wie Keke und Christl positionieren sich gegen die Renaissance des Schlankheitsideals. Caleb Hearon bringt es in seinem Comedy-Programm pointiert auf den Punkt: „I think skinny people and fat people can coexist.“ |
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Viral |
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Avatar Aang: The Last Airbender
21 Jahre nach der Erstveröffentlichung bekommt „Avatar: The Last Airbender“ eine Filmfortsetzung mit den Originalcharakteren der Animationsserie. Jetzt wurde der Film vor der offiziellen Veröffentlichung geleakt, und das Internet reagiert besonders enthusiastisch auf die nun erwachsenen Versionen der beliebten Charaktere. Befeuert wird dieser Hype auf TikTok durch unzählige fanerstellte Video-Edits des geleakten Films. |
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Putting on sunglasses |
... so they can't see what I'm looking at - doch die Spiegelung in den Brillengläsern verrät alles. :) |
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Computah |
In diesem Trend geben wir vergangene Suchverläufe und Programmieranfragen preis - relatable und lustig. |
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Blindfolded Dance Challenge |
Die Challenge macht wieder die Runde und zeigt, wie ähnlich (?) wir zum selben Lied tanzen. |
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Turning Texts into Songs |
In diesem Trend nutzen wir KI-Tools wie Suno, um aus Textnachrichten (emotionale) Lieder zu generieren. |
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Scientology Speed Run |
In diesem Trend aus Kalifornien stürmen (verkleidete) Jugendliche Gebäude von Scientology und machen Videoaufnahmen mit dem Ziel, möglichst viel der geheimen Räumlichkeiten zu dokumentieren. Der Trend ist bereits nach Deutschland und Österreich übergeschwappt. |
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