Trend Einmaleins
Ökonomische Interessen hinter Trends: Produktplatzierung, Data Mining, Betrugsmaschen
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Social-Media-Trends entstehen nicht so oft, wie gedacht, aus reiner Spontanität und Kreativität der Nutzer*innen heraus. Vielmehr werden Trends oftmals gezielt entwickelt, geplant und platziert, um ökonomische Interessen zu bedienen.
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Produktplatzierung und Marketing
Influencer*innen und Creator*innen kreieren am laufenden Band neue Trends, um Produkte „authentisch“ zu platzieren und zu vermarkten. Ein aktuelles Beispiel dafür ist der „Totally worth the money"-Trend (Newsletter Sept. 26). Trends wie dieser bilden Videoideen ab, mit denen unterschiedliche Produkte beworben werden können und deswegen von vielen Creator*innen aufgegriffen werden.
Neben dem Aufgreifen von Trends, werden im Marketing von Unternehmen und Marken gezielt Trends entwickelt, die sich um ein Produkt drehen. Dies kann man u. a. im n Trends Musikmarketing erkennen. Es werden gezielt Tänze und Lip-Synch-Trends platziert, um Künstler*innen zu promoten.
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Data Mining
Neben dem Platzieren von Produkten ist besonders Data Mining eine ökonomische Dimension von Trends. Also Trends oder dahinterstehende Produkte, die darauf abzielen, Nutzerdaten zu sammeln. Obwohl bei vielen gratis Online-Produkten den Nutzer*innen bekannt ist, dass sie mit ihren Daten „bezahlen", haben viele Menschen kaum eine Vorstellung, was das bedeutet. Dazu kommt, viele Daten werden erst mit technischen Neuerungen relevant oder immer wertvoller. Die Anwendungen sammeln Daten, die später unabhängig vom ursprünglichen Produkt gewinnbringend verwertet werden können. Ein brisantes Beispiel: Mit den von Nutzer*innen gesammelten GEO-Daten im Handyspiel Pokémon GO wurde ein KI-Modell für Lieferroboter gebaut, potenziell könnten aber auch Kriegsdrohnen auf die Daten zurückgreifen.
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Trends scheinen oft harmlos - ein Beispiel ist der „80er-KI-Foto“-Trend, bei dem Millionen an Nutzer*innen im September ihre Porträtfotos in ChatGPT geladen haben, um ein 80er-Jahre-Makeover zu erhalten. Dass mit einem solchen Upload biometrische Daten an die KI-Modelle übermittelt werden, war vielen wohl nicht bewusst. Auch die Metadaten bei Foto-Uploads werden gesammelt. Ein weiterer harmlos wirkender Trend: Einladungen zu Veranstaltungen mit KI erstellen. Dass hier sensible Daten wie Name, Geburtstag und Adresse in die KI-Modelle eingegeben werden, daran denkt man im Moment eventuell nicht.
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Eine Studie aus dem Frühjahr 2026 zeigt, dass alle großen KI-Anbieter Nutzerdaten und ganze Chatverläufe an Drittanbieter weitergeben, teilweise inkl. E-Mail-Adressen und nicht anonymisiert.
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Betrungsmaschen und Sicherheitsrisiken
Trends können aber auch genutzt werden, um Daten für Betrugsmaschen zu sammeln oder sie geben persönliche Daten an alle weiter, die das Video oder die Fotos (genau) anschauen. Mit „Timestamp“-Trends werden detaillierte Tagesabläufe und Routinen preisgegeben, inkl. genauen Uhrzeiten, Orten und mit wem man unterwegs ist.
Immer wieder sind auch Trends wie „5 random questions" im Umlauf, in denen die Nutzer*innen Antworten auf bekannte Security-Fragen preisgeben. Gemeinsam mit der E-Mail-Adresse im Profil können solche Daten genutzt werden, um Accounts zu hacken.
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Viral
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#fidgettrading
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Bei diesem Trend werden nicht nur Fidgets spielerisch getauscht.
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WTF is...
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In diesem Trend zeigen wir, womit wir nichts anfangen können.
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Texts from A
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In diesem von der Serie „Pretty Little Liars“ inspirierten Trend machen wir uns über unsere Gewohnheiten lustig.
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What I looked like when...
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In diesem Trend zeigen wir, wie stark wir als Kinder drauf waren.
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Updates
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Instagram führt Instagram Plus ein
Das Feature erlaubt Nutzer*innen u.a. Nutzerverhalten von anderen einzusehen und das eigene zu verschleiern. >>> Mehr Infos von Instagram und ein Erfahrungsbericht dazu.
Neues Profil Layout auf TikTok
TikTok stellt das Profil-Layout von zentriert auf linksbündig um.
Google Drive und AI
Die Google-KI „Gemini" kann nun automatisch auf alle Daten innerhalb von (deiner) Google Drive zugreifen. >>> Hier erfährst du wie ihr Gemini-Einstellungen ändern kannst.
Web-Funktion von Google Search
Hinter dieser Funktion verbirgt sich die „alte" Google-Suche ohne gesponserte Inhalte und KI-Antworten. Good to know: Sie kann als Standardsuche eingestellt werden. >>> In diesem Video erfährst du wie es geht.
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Explore
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>>> Unter diesem Titel und ähnlichen stellen Creators coole Webseiten und Mini-Games vor, die ohne KI auskommen.
„Wie die Jungen die KI hassen und warum die Alten sie feiern"
>>> Kolumne von Bettina Steiner
„What Would A Child-Free Internet Look Like?"
>>> Artikel von Wired - eine Spurensuche danach, wo sich Jugendliche nach dem Social-Media-Bann in Australien digital regroupiert haben.
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