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Generationen-Diskurs: Boomerfication, iPad Kids und Gen Beta
Schon 2025 hat der australische Sozialforscher Mark McCrindle den Beginn einer neuen Generation ausgerufen - der Generation Beta. Das Hauptmerkmal dieser neuen Generation ist das Aufwachsen mit generativen KI-Modellen.
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Generationen im Überblick
Babyboomer (1946–1964)
Nachkriegsgeneration, geprägt vom Wirtschaftswunder, dem Aufstieg des Fernsehens und gesellschaftlichen Umbrüchen wie der 68er-Bewegung.
Generation X (1965–1980)
Aufgewachsen in Zeiten politischer Unsicherheit; prägend waren unter anderem der Kalte Krieg und die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl (1986).
Millennials / Generation Y (1981–1996)
Geprägt durch den Fall der Berliner Mauer, die Anschläge vom 11. September 2001 und neue Pop- und Medienkulturen wie MTV.
Generation Z (1997–2012)
Digitale Generation, aufgewachsen mit dem Internet; stark beeinflusst durch soziale Medien und die Corona-Pandemie.
Generation Alpha (2013–2025)
Wächst mit Tablets und Smartphones auf; geprägt von Digitalisierung und aktuellen geopolitischen Krisen wie dem Ukrainekrieg.
Generation Beta (2026–2039)
Wächst voraussichtlich mit generativen KI-Systemen und KI-gestützten Lern- und Lebenswelten auf.
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Sag mir wann du geboren wurdest und ich sag dir wer du bist ...
Wie viele solcher kategorischen Systeme ist auch die Einteilung in Generationen nicht immer treffsicher oder zielführend. Gerade online wird der Diskurs über Generationen häufig auf Stereotype oder Nostalgie reduziert. Zudem sind viele der oft angeführten Merkmale US- oder eurozentrisch, stark konsumorientiert oder repräsentieren Gegen- und Subkultur in überhöhter Weise – etwa die Hippies und die 68er-Bewegung als Repräsentation der gesamten Babyboomer-Generation.
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Zusätzlich findet eine zeitliche Verschiebung statt: Die Idole einer Generation sind oftmals selbst Teil der vorhergehenden. So zählen The Beatles, Janis Joplin und Andy Warhol selbst zur „Stummen Generation“, auch wenn sie mit ihrer Musik und Kunst zum Sprachrohr der Babyboomer bzw. ihrer Subkulturen wurden. Ein weiterer Kritikpunkt ist, dass Generationen zunehmend in Echtzeit benannt und charakterisiert werden – im Fall der Generation Beta sogar im Vorhinein –, obwohl prägende Ereignisse wie 9/11 oder die Corona-Pandemie nicht vorhersehbar sind.
Grundsätzliche Merkmale von Generationsmodellen scheinen aber zu sein, dass sie einerseits genutzt werden um sich von der vorhergegangenen Generation abzugrenzen und andererseits um eine Enttäuschung gegenüber der nächsten Generation(en) auszudrücken.
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„Millennial cringe“ hat sich auf TikTok als eigenes Videogenre etabliert, in dem Compilations und Comedy-Skits gängige Stereotype über Millennials augreifen und das peinliche Verhalten der Generation dokumentieren soll.
Gen Alpha hingegen wird von Gen Z vielfach als eine verlorene Generation aus iPad Kids abgestempelt. Gleichzeitig argumentieren Millennials online, dass es eine "Boomerfication" der Gen Z stattfindet, also dass sie den Baby Boomers zu ähnlich sind und sich als moralische Instanzen aufspielen. Sie äußern ihre Enttäuschung über eine nachfolgende Generation, die zu viel Angst hat "cringe" zu sein, um das Leben zu genießen oder für Hoffnung und Veränderung einzustehen (siehe Video1 und Video2).
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Frühe Zuschreibungen wie „iPad Kids“ können sich auf Selbstbilder, Erwartungen und Teilhabemöglichkeiten junger Menschen auswirken. Die frühe Benennung und Charakterisierung der Generation Beta zeigt, wie stark zukünftige Generationen bereits im Vorhinein mit Hoffnungen und Befürchtungen überladen werden. Generationsmodelle eignen sich deswegen weniger zur Beschreibung individueller junger Menschen, sondern vielmehr als Analyseinstrument für gesellschaftliche Diskurse, Medienbilder und Erwartungshaltungen. Trotz der vielen Kritikpunkte profitieren wir von solchen soziologischen Generationsmodellen, um aktuelle Entwicklungen zu beobachten und Jugendliche bedürfnisgerecht aufzufangen.
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Viral
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Die kanadische Serie „Heated Rivalry“ erobert das Internet im Sturm! Die im November in Kanada und den USA veröffentlichte Romance-Serie (schau hier den Trailer), rund um zwei professionelle Eishockeyspieler, gilt trotz der eigenschränkten Veröffentlichung als das große popkulturelle Phänomen des Winters. Die Hauptdarsteller wurden praktisch über Nacht zu Superstars. Die Serie beruht auf dem gleichnamigen Roman von Rachel Reid und wird besonders auf TikTok gefeiert – für ihre intensive Spannung, die intime Darstellung von Erotik und realistische queere Repräsentation. Ab 6. Februar kann "Heated Rivalery" auch in Österreich (offiziell) gestreamt werden.
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Edits, Fanart und Fanfiction
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Fanerstellte Medieninhalte zur Serie fluten die Social-Media-Plattformen und bekommen Millionen likes.
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Heated Rivalry Trend: "Willyoucometomy
cottagethissummer?"
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Der Sound-Clip aus der Serie geht viral.
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Just like your dad
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In diesem Video-Trend zeigen junge Frauen, wie ähnlichsie ihren Brüdern und Väter sehen, wenn diese entsprechend gestylt sind.
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Lying challenge
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In diesem Trend spielen wir gegeneinander und müssen entscheiden, ob unser Gegenüber lügt oder die Wahheit sagt.
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Updates
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Indonesien sperrt Grok
Indonesien hat die KI-Anwendung Grok gesperrt. Grund dafür sind die sexuell explizite Inhalte. Mehr dazu hier.
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Explore
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Kostenloses Webinar zu Jugendtrends
27. 01. 10:00 - 11:30, via Zoom
Ausgehend vom Jugendtrend-Newsletter behandelt dieses Webinar die Recherche zu digitalen Jugendtrends. >>> Hier geht's zu den Infos und der Anmeldung!
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